CORONAVIRUS-BEKÄMPFUNG? TRUMP VERSTÖSST GEGEN EIGENE RICHTLINIE

Washington – Die Richtlinien von US-Präsident Donald Trump zur Bekämpfung des Coronavirus sehen vor, dass Ansammlungen von mehr als zehn Menschen vermieden werden sollen. Am Freitag (Ortszeit) hielt sich Trump nicht an seine eigenen Vorgaben.

nsgesamt 15 Kabinettsmitglieder, Berater, Kongressmitglieder und Senatoren umringten den Präsidenten dicht gedrängt im Oval Office, als Trump im Weißen Haus ein Gesetz unterzeichnet, mit dem rund zwei Billionen US-Dollar in die kriselnde US-Wirtschaft gepumpt werden sollen.

Den von der US-Gesundheitsbehörde CDC vorgeschlagenen Sicherheitsabstand von zwei Metern zu anderen Personen hielt bei der Zeremonie keiner der Anwesenden ein.

Der CNN-Journalist Jim Acosta – der als Trump-Kritiker bekannt ist – spottete anschließend auf Twitter: „Soziale Distanzierung? Nicht bei der Unterzeichnung des Konjunkturgesetzes im Oval Office.“

Dem schlossen sich auf Twitter viele User an:

„Wo, zur Hölle, ist die soziale Distanz“, will Tony wissen. Einer anderer Nutzer schlägt vor: „Ich hoffe, sie umarmen sich alle noch.“

Ein weiterer User stellt fest: „Trump ist in der Hochrisikogruppe für Covid. Und doch macht er seine dummen Pressekonferenzen, umgeben von Menschen, reibt seine Hände über Tische und teilt sich ein Mikrofon mit anderen alten Leuten. Es passt nicht zusammen.“

User schlagen vor: Alle sollen sich noch umarmen

Eine Dianna schreibt: „Sie sind alle ein Haufen mörderischer Wahnsinniger, also sollten sie sich vielleicht auch an ihren Händen halten und sich umarmen. Idioten.“

Oder: „Sie sind ein Idiot! Denken sie nicht daran, dass die alle nicht getestet wurden?“

Etliche von Trumps Followern sind über das gewissenlose Verhalten des US-Präsidenten entsetzt oder machen sich auch teilweise darüber lustig, dass er scheinbar nicht einen Moment daran denkt, dass er sich mit so viel Körperkontakt selbst in Gefahr bringt.

Der Frust vieler Amerikaner ist nachvollziehbar: Erst nach anfänglichem Zögern scheint Donald Trump im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie durchzugreifen. Er will den am schlimmsten betroffenen Bundesstaaten inzwischen die geballte Macht der Bundesregierung zur Verfügung stellen.

Das ist auch nötig, denn die Zeit drängt: inzwischen haben die USA mit mehr als 100.000 bestätigten Infektionen mehr Fälle als jedes andere Land der Welt, rund 1600 Menschen sind gestorben (Stand: 28. März).

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