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    Donnerstag, 08.09.2020

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Fast alle zahlen drauf: Die neue Kfz-Steuer kostet bis zu 130 Euro mehr





Nicht nur der Sprit wird 2021 deutlich teurer, auch bei der Kfz-Steuer gibt es Erhöhungen. Käufer besonders emissionsarmer Autos können vom nächsten Jahr an zwar mit Ersparnissen bei der Kfz-Steuer rechnen. Die fallen allerdings gering aus - und fast alle anderen zahlen drauf.

Das geht aus Berechnungen des Bundesfinanzministeriums zur geplanten Reform der Kfz-Steuer hervor, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete.

Für neu zugelassene Autos mit hohem Spritverbrauch soll ab 2021 die Kfz-Steuer ansteigen. Das soll die Bürger dazu bringen, sparsamere Pkw zu kaufen. Die CO2-Komponente in der Steuer, die es auch jetzt schon gibt, soll dafür gestaffelt erhöht werden. Teurer wird die Steuer damit vor allem für große und schwere SUV oder Sportwagen, aber auch für PS-starke Mittelklassefahrzeuge.

Kfz-Steuer: Fast alle zahlen drauf - die meisten aber nicht viel

Für Neuwagen mit einem hohem CO2-Ausstoß von 195 Gramm je Kilometer und mehr steigt die jährliche Kfz-Steuer laut Ministerium demnach im Schnitt um 130 Euro für Benziner und 101 Euro für Diesel-Fahrzeuge. Wer dagegen eines der saubersten Fahrzeuge kauft, die bis zu 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen, zahlt nach der Reform im Schnitt rund 30 Euro weniger als nach dem bisherigen Steuersystem.

Für die breite Masse der Autos hat die Reform laut den Zahlen einen eher geringen Effekt. Für die Fahrzeuggruppe, die zwischen 116 und 175 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt, das sind vor allem Klein- und Mittelklassewagen, muss zwischen zwei und 23 Euro mehr pro Jahr gezahlt werden.

Beim Tanken wird es empfindlich teurer

Massiv zu spüren bekommen werden die allermeisten Autofahrer die Kosten des Klima-Paktes für die Verbraucher allerdings an der Tankstelle. Um die Fahrer von Elektroautos zu subventionieren, wird eine neue CO2-Steuer auf Kraftstoffe zusätzlich zur bereits vorhandenen Ökosteuer erhoben.

Benzin und Diesel werden damit stufenweise teurer, zunächst um 7 Cent pro Liter beim Benzin. Betroffen sind damit vor allem berufliche Vielfahrer, Pendler und Besitzer älterer, weniger sparsamer Fahrzeuge - sie sollen den Ausbau der E-Mobilität finanzieren.

Der Grünen-Finanzpolitiker Stefan Schmidt sagte der „Süddeutschen Zeitung“, die Regierung begnüge sich mit Symbolpolitik. „Mehrkosten von maximal ein paar Dutzend Euro im Jahr werden die Menschen nicht davon abhalten, Spritschlucker zu kaufen.“

Auch bei Kfz-Versicherung drohen Mehrkosten

Viele Autofahrer müssen sich zudem bei der Kfz-Versicherung auf zusätzliche Kosten einstellen: Die Anbieter haben bei der Überprüfung der Regionalklassen Millionen Autofahrer in eine schlechtere Klasse eingestuft. Vor allem Städter sind davon betroffen. Ihnen droht damit ein höherer Beitrag für die Autoversicherung.

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